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Teezeremonie

Teezeremonie

Teezeremonie

Cha-no-yu ist eng mit mit der japanischen Kunst und Kunsthandwerk verbunden, darüber hinaus ein ästhetischer Zeitvertreib, den pulverisierten Matcha grüner Tee, in elegantem Ambiente zu servieren. Das Thema der japanischen Teezeremonie erfordert ein Leben langes Studium, Hingabe und tiefes Verständnis, um die zugrunde liegende Ästhetik, Literatur, Philosophie, Kunst und Handwerk schätzen zu wissen beziehungsweise zu erlangen. Der Brauch der Chanoyu wurde ursprünglich von japanischen Buddhisten eingeführt, die sich zum Studium der Religion in China aufhielten. Die frühesten Aufzeichnungen des Rituals der Teezeremonie gehen in das Jahr 729 n.Chr. zurück, zu diesem Zeitpunkt wurde noch Tee aus China importiert und galt als wertvollste Ware dieser Zeit. Die Anhänger der Chanoyu schätzen die Kunst und Verehrung der Natur durch das Medium des unbeschreiblichen zarten und erfrischenden Duft des zermahlenen Teepulvers. Es sollte fast vier Jahrhunderte dauern bis Tee in Japan eine flächendeckende Popularität erlangte. Die besten Qualität erhielt man in einem Stadtteil nahe Kyoto, von wo man auch heutzutage noch den hochwertigsten Matcha erhält. Das entzückende Städtchen Uji verdankt ihren weltweiten Ruhm dem japanischen Mönch Eisai, der die ersten Teesamen mit in diese Provinz brachte. Neben Uji gilt auch Shizuoka als zentrales Teeanbaugebiet der höchsten Qualitäten.

 

Sen no Rikyu - Einfluss auf Formeln und Etikette

 

Sen no Rikyu prägte, nicht zuletzt durch den politischen Einfluss seines Gönners Hideyoshi, Formeln und Etikette, der japanischen rituellen Teezeremonie. Rikyus Vermächtnis bleibt bis heute gelehrte Praktik in verschiedenen Schulen. Die Schulen Omote Senke Ryu und Ura Senke Ryu wurden von Sen no Rikyus Urenkel gegründet. Sie befinden sich in den gleichen Räumlichkeiten in Kyoto, wo einst auch Rikyu selbst lehrte. Der ältere Bruder lebt im Vorderhaus und sein jüngerer Bruder im Hinterhaus, daraus ergaben sich auch die Namen der beiden Schulen. „Omote“ bedeutet vorn und „Ura“ bedeutet hinten. Es gab noch einen dritten Bruder, der eine eigene Schule namens „ Mushakoji Ryu“ benannt nach der Straße in der er lebte, gründete. Es gibt noch zahlreiche andere Schulen in Japan, welche sich jedoch nicht wesentlich von einander unterscheiden, lediglich in Zubereitung findet man kleine Unterschiede. Auch verschiedene Feudalherren wie Kobori Masakazu, Herr von Enshu entwickelten einst Systeme und gründeten Schulen für die zeremonielle Zubereitung von Tee. Er war im siebzehnten Jahrhundert einflussreichster Teemeister und Kenner des früheren Tokugawa-Regimes, seine Teeschule wurde bekannt unter dem Namen „ Enshu Ryu“.

 

Die Cha-no-yu Ausbildung - ein Leben lang

 

Ein persönlicher Besuch in einer traditionellen und professionellen Teeschule ist der beste Weg, um eine angemessene Vorstellung der japanischen Kultur rund um die rituelle Teezeremonie zu erhalten. Ein Überblick der festen Regeln für die Verwendung der zahlreichen Utensilien, die richtige Etikette der Gäste ( diese reicht vom Betreten des Raumes, richtiges Sitzen bis zum Ansprechen der Gäste oder des Tee-Meisters) oder das in Empfang nehmen des Tees oder der Speisen, werden an offenen Tagen in Schulen oder Teehäusern vermittelt. Eine Ausbildung zum Teishu oder Teemeister kann bis zu 10 Jahre in Anspruch nehmen, das Studium beider dauert ein Leben lang.

 

Im anstrengenden Alltag des modernen Japan ist es nicht verwunderlich für junge Leute die reizvollen Kunst der Teezeremonie zu üben und Unterricht in Etikette zu nehmen. Trotz der hohen Zahl von modernen Hotels, Restaurants, Büros oder Residenzen in denen der europäische und amerikanische Lebensstil längst Einzug hielt und westliche Sitten und Gebräuche herrschen, fühlt sich das japanische Volk wohl mit den Tugenden und Lebensweisen ihrer Vorfahren, für die, wenn man diese zu einhundert Prozent leben möchte, eine Ausbildung notwendig ist. Dies gilt im Besonderen für die Kunst des Cha-no-yu, einem ästhetischen Kult, dessen Anhänger die Aufwertung der subtilen Schönheit in Kunst Natur pflegen.

 

Natürlich kann der Tee ohne jede Formalität serviert werden. Doch bietet die Kunst der Praxis des Cha-no-yu zusätzliche Freude für den Teeliebhaber. Die detaillierte Abfolge und Ausarbeitung dieser Zeremonie beeindruckt und fasziniert nicht nur Japaner. Der Gastgeber öffnet die Schiebetür des Teeraums verbeugt sich vor den Gästen, bevor er diesen betritt. Diese Geste der Höflichkeit ist nur eine von zahlreichen dieser Art der Beurkundungen des tiefen Respekts seines Gegenüber. Die Mahlzeit des Kaiseki ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung zum Tee-Meister. Die kleine Mahlzeit während der Teezeremonie ist mehr als nur ein Snack. Wahre Kunstwerke im Einklang mit Thema der Zeremonie, Keramik- Arrangement werden den Gästen serviert.

 

 

Fortzetzung folgt !


Teeweg & Kultur

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Die meditativen Abläufe des japanischen Teewegs oder gewisse kulturelle Gepflogenheiten ziehen viele Interessierte in ihren Bann.