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Fuji-san

Fuji-san

Fuji-san

Der Vulkan Fuji - japanisch Fuji-san (富士山) - ist der bekannteste japanische Vulkan und gleichzeitig mit 3.776 m Höhe die höchste Erhebung der japanischen Inseln. Berühmt ist er durch seine äußere Erscheinung, der Kegel ist symmetrisch und bietet ein Postkartenmotiv. Außerdem liegt der Vulkan Fuji recht nah der japanischen Stadt Shizuoka, er wurde schon in vorchristlicher Zeit als spirituelles Zentrum verehrt und ist im Shintoismus ebenso wie in Japans Mythologie verankert.

Der letzte Ausbruch ist nach menschlichem historischem Verständnis schon eine Weile her, er fand 1707 statt. In geologischen Zeiträumen gemessen ist das allerdings nur ein geschichtlicher Wimpernschlag. Die Japaner messen mit all ihren technischen Möglichkeiten die seismischen Aktivitäten des Berges und vermuten mittelfristig einen neuen Ausbruch. Das wäre nach Auffassung von Vulkanologen nichts Ungewöhnliches, denn der Fuji-san war immer aktiv, wenn auch mit sehr langen Pausen. Wissenschaftler wiesen vier Phasen seiner Aktivität nach, deren erste wahrscheinlich mehrere 100.000 Jahre alt und nicht zu datieren ist, auch von der zweiten Phase zeugt nur eine Basaltschicht. Die dritte Phase begann vor reichlich 100.000 Jahren und führte zu einem Vorläufer-Vulkan, die vierte Phase ist mit 10.000 Jahren geologisch jung und lässt den Fuji immer noch leicht wachsen. Bisherige Eruptionen müssen Grade zwischen schwachen strombolianischen über vulkanische bis zu plinianischen Ausbrüchen erreicht haben. Im Dezember 1707 brach der Fuji über zwei Wochen an der Flanke in halber Höhe aus, anschließend könnte es ein Jahr später sowie 1770 und 1854 nochmals Eruptionen gegeben haben, die aber nicht sicher bestätigt sind. In den 2000er Jahren wurden erhöhte Aktivitäten gemessen, die genau beobachtet werden. Die Region ist heute dicht besiedelt, auch Tokio wäre von einem Ausbruch betroffen.

Religiöse und kulturelle Bedeutung des Fuji-san

Der Fuji, der manchmal fälschlich Fuji-yama genannt wird, ist ein Heiliger Berg und touristisch gut erschlossen. Am Fuß des Berges sind zahlreiche shintoistische Schreine zu finden, die Verehrung des Fuji reicht viele Jahrhunderte zurück. Im japanischen Buddhismus ist der Vulkan ebenfalls sehr bedeutsam, selbst Sekten verehren ihn. Seine Erstbesteigung fand 663 durch einen Mönch statt. Die vielen Touristen, die jedes Jahr den Fuji besteigen, genießen vor allem den Sonnenaufgang über dem Pazifik, der vom Gipfel aus ein herrliches Schauspiel abgibt.