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Gōngfu chá 工夫茶

Gōngfu chá 工夫茶

Gōngfu chá 工夫茶

Die Gong-Fu-Cha-Teezeremonie ist eine der vielen Zeremonien, die der ritualisierten Zubereitung und der Präsentation von Tee dient. Die wörtliche Übersetzung für Gong-Fu-Cha bedeutet soviel wie "Tee mit Anstrengung". Grüner Tee ist ein Klassiker der chinesischen Tradition und bis zum Ende des 14. Jahrhunderts wurde der Tee in loser und pulverisierter Form verwendet. In dieser Zeit entwickelte sich das einzelne Blatt grüner Tee zum ständigen Hausgebrauch und sein weiterer Weg führte bis ins Kaiserhaus. Einige Wissenschaftler nehmen an, dass der Beginn der Gong-Fu-Teezubereitung erst im 18. Jahrhundert seinen Ursprung hat und der Anfang hierzu in der Stadt Wuyi in Fujian gemacht wurde. Es wird weiter vermutet, dass auch die Produktion von Oolong-Tee hier begonnen hat. Welcher auch für diese Zeremonie Verwendung findet.

Bei der Herstellung des Tees ist es wichtig, dass das Getränk einen guten Geschmack hat und gleichzeitig die Seele befriedigt. In den vergangenen Jahrhunderten haben die Teemeister in China und anderen asiatischen Kulturen die Zusammensetzung des Tees studiert und weiter erforscht. Dabei sind die wesentlichen Punkte der Zubereitung die Temperatur und die Chemie. 
Die Chemie des Wassers spielt eine besondere Rolle und muss besonders untersucht werden. Extrem weiches oder destilliertes Wasser sollte auf keinen Fall verwendet werden, da diese Wasserarten sich besonders negativ auf das Aroma des Tees auswirken können. Die Teemeister verwenden immer ein sauberes, gutes Quellwasser, wenn möglich sogar direkt von der Quelle, aber es reicht auch Quellwasser in abgefüllten Flaschen. Während des Prozesses prüft der Teemeister die geeignete Temperatur, um die Extraktion der ätherischen Öle zu aktivieren. Es würde den Rahmen sprengen, alle für die Gong-Fu-Cha-Tee-Zeremonie wichtigen Elemente hier aufzuführen, deshalb werden nur die wichtigsten Zubehörteile anschließend genannt. Teekanne aus Ton oder Porzellan, überdachte Schüssel (gaiwan), ein Tee-Krug oder ein Dekantier-Gefäß, um den Geschmack des Tees zu gewährleisten.Weiter ein Wasserkocher, ein dunkel gefärbtes Tee-Tuch, ein Teelöffel, der zum Löschen des Auslaufs bestimmt ist. Sehr wichtig ist, dass die Zeremonie in einem geeigneten Raum durchgeführt wird und dieser die erforderliche Größe hat, um alle Tee-Utensilien zu platzieren.Die Umgebung sollte sich in einer Atmosphäre von Entspannung befinden und mit traditioneller Musik untermalt werden.


Der heiße Oolong-Tee wird bei den chinesischen Gong-Fu-Cha-Zeremonien gleichmäßig in die Tassen der Gäste gegossen, die kreisförmig Platz genommen haben. Danach folgen vier verschiedene Stufen, wobei in der zweiten Stufe das Trinkgefäß auf die Oberseite gelegt wird. Diese ritualisierende Handlung soll die Form eines Gebetes darstellen, den anwesenden Gästen Glück und Wohlergehen zu wünschen. Der erste Aufguss ist der „Aufguss des guten Geruchs“ und die Blätter werden nur leicht geöffnet. Dieser erste Aufguss wird nicht getrunken und in das speziell dafür vorgesehene Gefäß geschüttet. Erst der 2. Aufguss, der "Aufguss des guten Geschmacks" wird den Gästen serviert. Natürlich bestimmt die Qualität des Tees die Anzahl der Aufgüsse, für die 15 vorgesehenen „Aufgüsse der langen Freundschaft“ ist natürlich die entsprechende Qualität nötig.


Die Zeremonie endet damit, dass die verwendeten Teeblätter in eine saubere Schüssel getan werden und es zeugt für eine gute Etikette, wenn die Gäste dem zubereiteten Tee besondere Anerkennung zollen. Die abschließende Reinigung ist ein besonderer Schritt des Rituals. Der Topf muss gründlich gereinigt und mit heißem Tee ausgespült werden. Auch die Teekanne muss mit heißem Tee gespült und auf keinen Fall mit Seife oder einem sonstigen Reinigungsmittel gewaschen werden. Das gesamte Geschirr, die Tassen und das Tablett, das in der Gong-Fu-Cha-Tee-Zeremonie verwendet wurde, muss mit kochendem Wasser sterilisiert werden.