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Kyusu

Kyusu

Kyusu

Die Kyusu ist eine überlieferte japanische Seitengriff-Teekanne, welche zur Zubereitung eines Grüntees wie Sencha oder Gyokuro hergestellt und benutzt wird. Besonders hochwertige Kyusus werden aus natürlichem Ton, der im Besonderen reichhaltig an bestimmten Mineralien ist, vom Meister traditionell von Hand hergestellt. Diese Teekannen fördern den besonderen Geschmack und die zahlreichen Aromen des Grüntees.

 

Kyusu Geschichte

 

Seit der Entwicklung der Kyusu während der Song-Dynastie (960-1279 n.Chr.) in China, wird diese Teekanne inzwischen weltweit für die Zubereitung von grünem Tee genutzt. Im laufe der Jahrhunderte wurde das chinesische Vorbild in der japanischen Teekultur signifikant weiter entwickelt und angepasst. Die Vielzahl der in Japan produzierten Kannen werden mit dem typischen Seitengriff in einem Winkel von 90° gefertigt, können jedoch auch mit rückwärtigem Griff oder Henkel ausgestattet sein. Je nach Tradition des Keramikgebietes wie beispielsweise Tokoname, Banko oder Hagi können die Teekannen mit oder ohne Glasur verarbeitet sein. Die in Japan vorherrschende Sensibilität zur Tee-Keramik ist an der reichhaltigen Auswahl an Ofeneffekten, Oberflächengestaltung, Ton-Texturen und im einzigartigen Charakter der von Hand gefertigten Objekte zu erkennen .

 

Die Verwendung von Ton unterschiedlicher Qualität, hat bei der Herstellung der Kanne einen wesentlichen Einfluss auf den Geschmack des Tees. Aus diesem Grund ist es wichtig, beim Kauf einer Kanne auf billigen, künstlich vermischten Ton zu achten. Diese Art des Tons bietet dem Teeliebhaber keine besonderen Geschmacksvorteile. Die mineralische Zusammensetzung des natürlichen Tons mit seinen unterschiedlichen Mengen an Inhaltsstoffen wie z.B. Eisen, Mangan, Kupfer und Zink sowie dessen Verarbeitung, sind das Fundament für den geschmacklichen Einfluss und Vielfalt auf den grünen Tee. Besonders der Gehalt des Eisens, die Brenntemperatur sowie der Grad an Sauerstoffsättigung sind wesentliche Faktoren für die Herstellung einer hochwertigen Kyusu. Der verwendete natürliche Ton besitzt eine weitaus größere Porosität und eine exzeptionelle kristalline Struktur.

 

Die beste Qualität einer Kyusu erhält man durch die Verarbeitung des Tons auf einer Töpferscheibe. Bei dieser Methode ist es dem Töpfermeister möglich, den Ton signifikant feiner und dünnwandiger zu töpfern. Darüber hinaus kann der Töpfer gezielt diverse Tonmischungen einsetzen und Verarbeiten. Die auf der Töpferscheibe gedrehten Kyusus gelten als deutlich eleganter, feiner, optisch attraktiver und erreichen einen besonderen Teegeschmack gegenüber der gegossenen Kyusu. Die durch den Schlickerguss hergestellte Kanne ist wesentlich günstiger und können schon unter 40 € erworben werden. Die Qualität reicht zwar nicht an die der Töpferscheibe, kann aber bei Verwendung eines hochwertigen Tons durchaus beachtlich sein.

 

Ein weiteres besonderes Merkmal ist das integrierte Keramiksieb, welches vom Töpfer aufwendig hergestellt werden muss. Die Größe der Löcher im Sieb sind insbesondere für grünen Tee konzipiert und sorgen für die entscheidende Balance, gröbere Blattteile zurückzuhalten und die für den Geschmack förderlichen gesunden Schwebeteilchen passieren zu lassen. Das Keramiksieb sorgt für einen weicheren Geschmack und ein vielfältiges Aromen-Bild. Die japanischen Teemeister verwenden für die Zubereitung ausschließlich Teekannen mit Keramiksieb.

 

Die heutigen Keramik-Meister Japans erhalten Tradition und Stile vergangener Zeiten und entwickeln diese zugleich weiter. Künstlerisch und funktional wird an überlieferten bewährten Arbeiten angeknüpft, diese jedoch um zeitgenössische Stile und Designs elaboriert. 


Keramik

Keramik

Für die perfekte Zubereitung des Grüntees ist die Verwendung der richtigen Keramik ausschlaggebend. Aber auch Getränke wie Wein oder Bier, werden aufgrund der Geschmacksverbesserung, wieder in Keramikgefäßen serviert.