Text-Überwachung und Plagiatsprüfung durch PlagAware

Matcha Qualität

Matcha Qualität

Matcha Qualität

Neben der bereits beschriebenen, großen Differenz zwischen chinesischen und japanischen Matcha Tees gibt es auch unter den Matcha Tees aus Japan (aus den Tencha Teeblättern) selbst teilweise recht große Qualitätsunterschiede. Dazu muss man zunächst wissen, dass jeder grüne Tee bei Kontakt mit Sauerstoff in einen Prozess der Oxidation eintritt und somit an Qualität verliert. Das frische Matcha Teepulver sollte somit möglichst rasch zu dem fertigen Getränk verarbeitet und verzehrt werden. Auch die richtige Lagerung entscheidet darüber, wie lange der Matcha Tee seine ursprünglich vorhandene Qualität bewachen kann.

Die Unterschiede in der Qualität von Matcha Tee ergeben sich jedoch schon beim Pflanzen und insbesondere bei der Ernte. Hier ist zum Beispiel der Pflückzeitpunkt der Teeblätter sehr wichtig.

 

Im Gegensatz zu anderen natürlichen Nahrungsmitteln gilt dabei:

 

Je früher der Tee gepflückt wird, desto intensiver und aromatischer ist er später im Geschmack. Später gepflückte Teeblätter, die zu Matcha Tee verarbeitet werden, neigen dazu, bitter zu sein und ein deutlich geringeres Geschmackserlebnis zu bieten. Wichtig ist darüber hinaus zu wissen, dass die Bezeichnung Matcha immer noch kein geschützter Begriff ist und somit für jeden beliebigen grünen Tee verwendet werden kann. Damit kommen in den Handel auch immer mehr billige Teesorten, die als Matcha bezeichnet werden, aber in Qualität und Geschmack keineswegs mit dem echten Matcha Tee mithalten können. Um diesem Problem Herr zu werden, hat man in Japan damit begonnen, Matcha Tee in verschiedene Qualitätsstufe einzuteilen.

 

Die wichtigsten davon möchten wir Ihnen hier vorstellen:

 

Ceremonial Grade

Unter allen japanischen Matcha Tees ist jener mit der Zusatzbezeichnung „Ceremonial Grade“ für die beste Qualität bekannt. Er bekommt seinen Namen dadurch, dass er für die aufwendige, oftmals mehrere Stunden dauernde Teezeremonie in Japan verwendet wird. Diesbezüglich sind die Japaner sehr anspruchsvoll, der Tee muss höchsten Qualitätskriterien entsprechen, um für diese traditionelle Zeremonie verwendet werden zu können.

Im Rahmen der Zeremonie wird in Japan der Matcha Tee nach der sogenannten Koicha Methode zubereitet. Hierbei verwendet man besonders viel Matcha Pulver auf relativ wenig Wasser, so dass ein dickflüssiger und sehr starker Tee entsteht. Damit dieser schließlich auch hervorragend schmeckt, bedarf es eines hochklassigen Ausgangsprodukts, das sich insbesondere durch eine geringe Bitterkeit und sehr feine Geschmacksnoten auszeichnet.

Im Handel bezeichnet man Matcha Tee mit Ceremonial Grade inzwischen auch als Super Premium, Gold, Platin oder Competition Grade. Zu erkennen ist er an einer grasgrünen, leuchtend frischen Farbe und dem feinen Geschmack in der Tasse.

 

Premium Grade

In Japan verwendet man Matcha Tee mit der Zusatzbezeichnung „Premium Grade“ in der Regel im normalen Alltag.

Das bedeutet:
Es handelt sich dabei um einen Matcha Tee mit sehr guter Qualität, der trotzdem günstig genug ist, um ihn jeden Tag zu trinken. Dafür wird der Tee deutlich dünnflüssiger als bei der traditionellen Teezeremonie zubereitet.

 

Ingredient Grade

Matcha Tee mit der Zusatzbezeichnung „Ingredient Grade“ ist in seiner Qualität etwas schlechter als Premium Grade Matcha und deutlich schlechter als der Ceremonial Grade Matcha Tee. Er wird daher in Japan nicht zum täglichen Genuss verwendet, sondern kommt in vielen verschiedenen Lebensmitteln als Zusatzstoff zum Einsatz. So wird daraus beispielsweise Matcha Schokolade, Matcha Eis oder auch Pulver für Mischgetränke hergestellt. Zu erkennen ist diese Qualität des Matcha Tees an einem säuerlich bitteren, etwas weniger aromatischem Geschmack.