Text-Überwachung und Plagiatsprüfung durch PlagAware

Samurai

Samurai

Samurai

Die japanischen Samurai gelten noch heute als außergewöhnliche Krieger. Die adeligen Ritter stellten über tausend Jahre eine wichtige gesellschaftliche Gruppe dar, die ein hohes Ansehen in der japanischen Gesellschaft genoss.

Nach dem Vorbild der chinesischen Armeen gegliedert wurden die Samurai in siebten Jahrhundert nach Christus aus den wehrfähigen jungen Männern des Landes rekrutiert. Nach wichtigen Reformen in den Jahren 645 und 702 konnten sich einige Familien innerhalb der Gesellschaft zu wichtigen Kriegergruppierungen etablieren. So entstand der sogenannte Schwertadel. Im Krieg gegen die Emishi, einer Volksgruppe aus Nordjapan, erwiesen sich die wehrpflichtigen Soldaten als schlechte Kämpfer. Die Einheiten der Shogun, die vergleichbar mit heutigen Eliteoffizieren sind, waren wesentlich erfolgreicher, als das normale Heer. Später war der Shogun Herrscher über große Teile der japanischen Inseln. So konnten einzelne Familien zu wahren Kampfexperten aufsteigen, die für die Sicherung der Grenzen zuständig wurden. Während des frühen 12. Jahrhunderts gelangten einzelne Familien zu immer stärker wachsender Macht, da sie an der Niederschlagung der Rebellion beteiligt waren. So konnten sie ihre Macht und ihren Einfluss am Kaiserhof ausbauen. Das Ziel des Kaisers, immer stärker zu expandieren ließ einzelne Samuraifamilien an wichtige Machtpositionen gelangen, die dann immer weiter in der Familie vererbt wurden.

Neben politischen und ökonomischen Machtmitteln wurden vor allem auch Kampfkunst und bestimmte Rituale innerhalb der Familien weitergegeben, sodass sich eine starke Gruppe innerhalb der japanischen Gesellschaft aufbauen konnte. So entwickelten sich die Samurai bis hin ins 17. Jahrhundert zu einer besonders mächtigen, aber auch von einem großen Ehrkodex angetriebenen Gruppe in der Feudalgesellschaft. Doch die politischen Verhältnisse veränderten sich. Im Jahr 1865 kam es zu einer Umsiedlung der Samuraifamilien in spezielle Siedlungen. Auch veränderten sich die Erwerbsverhältnisse der Samurai. Die zuvor an einen Herrn gebundenen Krieger drohten durch die Umbrüche in der Gesellschaft, herrenlos zu werden und zu sogenannten Rönin abzusteigen, sogenannten herrenlosen Samurai. Dies bedeutete auch, dass ihnen ihre Einkommensquellen entzogen wurden. 1867 bekamen einige Samuraifamilien wieder Ländereien zugesprochen, allerdings wurde ihr gesellschaftlicher Status zu Gunsten einer westlich organisierten Berufsarmee aufgegeben. Mit dem Verbot, ihre Schwerter öffentlich zu tragen, wurden den Samurai 1876 alle anderen Privilegien entzogen, wodurch es zu einem Aufstand kam. Dieser wurde von der neuen Armee blutig niedergeschlagen.

 

Doch noch heute haben sich wichtige ehemalige Samuraifamilien in Wirtschaft und Politik etabliert. So sind die Honda ein ehemaliges Samuraigeschlecht.
Vor allem kulturell wirkten die Samurai entscheidend auf die Entstehung des modernen Japans ein. Die in diesen Familien etablierten Traditionen werden heute teilweise noch praktiziert. Vor allem in der Religion und in religiösen Zeremonien wird dies sichtbar. Als Anhänger des Buddhismus lebten sie nach den Prinzipien Buddhas und achteten die Lebewesen sehr hoch. In der Kamakura- Zeit (1185-1333) veränderte sich dieses Bild, da nun der Kaiser als Gottheit verehrt. 
Ebenso spielen Zeremonien eine wichtige Rolle in der japanischen Kultur und der Kultur der Samurai. Eine der wichtigsten ist die Teezeremonie. Der Konsum des Matcha- Tees, einer speziellen Grünteesorte war nur den Eliten, zu denen die Samurai gehörten, sowie dem Adel vorbehalten. Die Teezeremonien wurden von speziell ausgebildeten Teemeistern gehalten, die das Getränk auf eine spezielle, rituelle Art und Weise zubereiten. Auch heute noch ist eine Teezeremonie ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis in Japan und die Teemeister genießen auch heute noch ein großes Ansehen. Diese werden nach einem strengen Protokoll vollzogen.

 

Die Teemeister galten als weise Berater des Adels und der Samurai. Zwischen beiden Gruppen bestand eine große Loyalität. Die vor allem durch ihre Disziplin bekannten Teemeister konnten die Samurai mit wichtigen Ratschlägen unterstützen. Es ranken sich zahlreiche Legenden um Freundschaften von Teemeistern zu Samurai, denn nur während der Teezeremonie konnte der Samurai sich frei gegenüber seinem Herrn äußern. Auch spezielle Teezeremonien für die Samurai konnten sich ab dem 13. Jahrhundert etablieren. Diese waren fester Bestandteil des Alltags der Krieger. In diesen wurden Lehransätze ausgetauscht und Ratschläge zur Kriegsführung gegeben, sowie Strategien ausgetauscht.