Text-Überwachung und Plagiatsprüfung durch PlagAware

Shodo

Shodo

Shodo

Der Ursprung und die Wurzeln des Shodo, der japanischen Kalligraphie, liegen in China und kam im sechsten oder siebten Jahrhundert mit dem gleichzeitigen Verfahren zur Herstellung von Tinte, Papier und Bürsten nach Japan. Die Kalligraphie ist die Kunst, mit einem in Tinte getauchten Pinsel, in kunstvoller Art chinesische Kanji und japanische Kana-Zeichen zu erstellen. Die Kalligrafie-Werke bekommen dadurch ihre schöne Ausstrahlung, weil die Schattierung der Farben und die symmetrischen Anordnungen auf dem Papier künstlerisch dargestellt werden. In dieser frühen Zeit des sechsten und siebten Jahrhunderts n.Chr., war die Kalligraphie ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung der Mitglieder der herrschenden Adelsfamilien. Im Laufe der Zeit wurde diese Kunst auch unter dem Volk verbreitet, was sich bis heute positiv ausgewirkt hat. Die Schreibkunst der Kalligraphie kann bereits in der Grundschule erlernt werden und die Studierenden durchlaufen dabei mehrere Klassen.Es besteht ferner die Möglichkeit, auf besonderen Schulen diese Kunst zu erlernen.

 

Verschiedene Arten der Kalligraphie:
 

"Kaisho" oder "Quadrat":
Die Striche werden hier in gedruckter Weise gezeichnet, wobei "Gyosho" oder "Semicursive", locker und schnell geschrieben wird und "Sosho" oder "Kusiv", die freiere Art des Schreibens sind. Eine ganz besondere Art der Kalligraphie ist das "Chirashi-gaki, ein traditionelles,japanisches Gedicht, das aus 31 Silben besteht. Dieses Gedicht wird auf einem quadratischem Stück Papier geschrieben. Viele japanische Schriftsteller beginnen die Zeilen des Gedichts auf verschiedenen Ebenen, um dadurch den Rhythmus darzustellen. Oder schreiben mit der Tinte in dunkleren und helleren Schattierungen, um den besonderen Ausdruck der tieferen Gefühle zu zeigen. Es kommt nicht selten vor, dass diese Kalligraphien schönen Landschaftsmalereien gleichzustellen sind. Die Zen-Kalligraphie hat eine besondere Beziehung zum Shodo, denn auch sie ist eine Methode zur Erlangung der geistigen Verwirklichung. Die Schreibkunst erfordert lebenslanges Üben und beinhaltet ein immerwährendes Training. Der Zen-Buddhismus ist der Auffassung, dass durch den Pinselstrich eine Landschaft, eine weiße Fläche, das Lebendige, die Ruhe und Würde ausstrahlt. In der Zen-Kalligraphie steht nicht der Mensch im Mittelpunkt, sondern die Allmacht der Natur und kann bei ihrem Anblick mit ihr in der Unendlichkeit versinken. Der große Meister Su Tung Po hat einmal erwähnt, dass bevor ein Bambus gemalt wird, dieser erst in der Seele wachsen müsse. Danach werde die Malerei des Objekts wie von selbst auf dem Papier erscheinen. In der Zen-Kalligraphie geht es nicht in erster Linie um die genaue Nachahmung der Natur, sondern um das wahre Sein.

 

Muso Soseki, auch Muso Kokushi (1275-1351) genannt, war ein japanischer Zen-Meister, Gartengestalter und Politikberater. Er ist auch der Verfasser von Zen-Gedichten, ein berühmter Kalligraph und der Begründer der japanischen Teezeremonie. Muso Soseki, war ein äußerst einflussreicher Zenmeister und einer der bedeutendsten japanischen Gartengestalter der Frühzeit. Sein Lebenswerk ist durch die Kamakura- und Muromachi-Zeit geprägt. Bereits im Alter von sechs Jahren beschäftigte er sich mit dem Buddhismus der Shingon-Richtung und den Schriften des Gründers Kukai. Er konvertierte zur Richtung des Tendai und trat nach einer Aufnahmeprüfung in das Kloster Kennin-ji in Kyoto ein. Das kalligraphische Werk Sosekis unterscheidet sich von anderen zeitgenössischen Zen-Meistern dadurch, dass der Einfluss Kukais und Ichineis deutlich zu erkennen ist.

Der politische Aufstieg begann in der Kamakura-Periode und seine Tätigkeit war die eines Staatspriesters.Er beriet drei japanische Kaiser und wurde als Berater in verschiedene Regionen berufen. Vom Tenno Go-Daigo wurde er zum Vorsteher des Klosters Nanzen-ji berufen und war in späteren Jahren oberster Berater des Shogun Ashikaga Takauji. Soseki und sein Freund Takauji ließen in jeder der damaligen 66 Provinzen einen "Tempel des Friedens" bauen. Die von Soseki maßgeblich praktizierende Buddhismus-Richtung hatte große Auswirkungen auf die Kultur von Japan. Seine Strömung von Literatur und Kalligraphie wurde im Laufe der Zeit zum zentralen Element bei der Ausbildung zum Mönch. Insgesamt soll Soseki 13.000 Schüler unterrichtet haben, von denen er 52 zum Zen-Meister ernannte und erhielt für diese Leistung von drei Kaisern den Ehrentitel "Kokushi", Nationallehrer. Obwohl viele westliche Kritiker die Ernsthaftigkeit seiner Lehren bezweifeln, ist seine Popularität ungebrochen.