Text-Überwachung und Plagiatsprüfung durch PlagAware

Ukiyo-e

Ukiyo-e

Ukiyo-e

Ukiyo-e bedeutet sehr frei übersetzt "Bilder der fließenden vergänglichen Welt" und ist ein Genre der japanischen Malerei und Druckgrafik. Erstmals tauchte der Begriff Ende des 17.Jahrhunderts auf, als ein sehr bekannter japanischer Künstler, Hishikawa Moronobu, ihn in einem Buch verwendete. Moronobus Werk bestand zu einem großen Teil aus Buchillustrationen, sein häufigstes Sujet waren Prostituierte aus der Stadt Edo (heute Tokio). Nach und nach kam es in Mode, den Alltag ganz gewöhnlicher Menschen in all ihren Facetten in Bildern festzuhalten. War Kunst vorher fast ausschließlich dem Adel vorbehalten, erreichte sie jetzt auch das sich entwickelnde Bürgertum.

Den Anfang bildeten Genre-Bilder und Drucke in schwarz-weiß. Bald aber wurde eine neue Technik entwickelt, die Holzdruckplatte. Durch sie konnten die Bilder schnell und billig vervielfältigt werden. Es wurde erstmals "auf Masse" produziert und so kamen auch Menschen in den Genuss der Kunst, die den ärmeren Bevölkerungsschichten angehörten. Um das Jahr 1850 wurden die Mehrfarb-Holzschnitte entwickelt. Suzuki Harunobu hieß der Künstler, der sie als erster schuf. Diese Art der Kunst wird oft auch als Nishiki-e bezeichnet und bedeutet im Grunde das gleiche wie Ukiyo-e. Mit der Verbreitung der farbigen Drucke kamen verschiedene Genres der Malerei unter das Volk. Die Bilder zeigten Porträts von Sumo-Ringern, Geishas, Schauspielern und Tänzern, aber auch die Szenen von ausgelassenen Volksfesten, Märkten und religiösen Veranstaltungen wurden festgehalten. Es entstanden Bilder von Stadtansichten, der Tier-und Pflanzenwelt und von Landschaften. Auch sexuelle Fantasien in allen Spielarten fanden Einlass in die Kunst.


Aus dem Ukiyo-e wurde aber auch eine ganz eigenständige Industrie. Heere von Malern, Druckern, Holzschneidern und von Verlegern fanden dadurch ihr Auskommen. Am Ende des 18.Jahrhunderts erreichte die Kunst des japanischen Farb-Holzschnittes der Ukiyo-e Periode ihren absoluten Höhepunkt. Neben vielen unbekannten Künstlern gab es auch sehr große Meister wie zum Beispiel Ando Hiroshige, Katsushika Hokusai und Kitagawa Utamaro. Ando Hiroshige lebte von 1797 bis 1858 und war der Sohn eines Samurai. Berühmt wurden vor allem seine Bilder von Vögeln und Blumen sowie eine Serie von Landschaftsbildern, die er während einer Reise auf der 500 Kilometer langen Tokaido-Strasse von Edo nach Kyoto malte. Die Serie trägt den Namen "Die 53 Stationen der Tokaido-Strasse. Katsushika Hokusais (1760 bis 1849) berühmtestes Werk ist die Bildserie "Die 36 Ansichten des Berges Fuji". Eines dieser Bilder trägt den Titel "Die große Welle vor Kanagawa". Das Bild gilt als eines der bekanntesten Werke japanischer Künstler und inspirierte unter anderem Debussy zu seinem Werk "La Mer" Von Hokusai stammen auch unzählige Porträts, vor allem von Schauspielerinnen. Er gilt allgemein auch als der Erfinder der Manga- einer speziellen Comic-Art. Auch als Maler erotischer Szenen machte der Künstler sich einen Namen. Von ihm sind über 30.000 Werke bekannt. Kitagawa Utamaro (1753 bis 1806) wurde vor allem durch die Darstellung unbekannter weiblicher Schönheiten aus dem Vergnügungsviertel des alten Tokio bekannt. Besonders seine Brustbilder und Halbprofile sind von einzigartiger Schönheit. Eine Eigentümlichkeit seiner Frauen-Bilder sind der extrem schlanke Körper, die stark geschlitzten Augen, die lange Nase und der sehr kleine Mund.

Das goldene Zeitalter des Ukiyo-e endete spätestens mit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Viele japanische Künstler begannen sich westlich zu orientieren und auch die japanische Öffentlichkeit wollte andere Sujets sehen. Das änderte sich aber wieder, als vermehrt Sammlungen der Ukiyo-e Kunst nach Europa gelangten und einen sehr großen Einfluss gerade auf die Künstler des Impressionismus ausübten. Van Gogh, Monet, Degas, Matisse und Whistler, um nur einige zu nennen, wurden von der japanischen Kunstform stark beeinflusst.

Jeder, der gern
japanischen grünen Tee trinkt und sich vielleicht sogar für die japanische Teezeremonie interessiert, kommt um passendes Teegeschirr nicht herum. Und schließlich sind die Kyusu`s und Becher mit japanischen Motiven ja auch kleine feine Kunstwerke. Wer eine Teekanne mit Ukiyo-e Motiven kauft, kann hier nichts falsch machen. Sie kommt einfach nie aus der Mode. Ob zart colorierte Landschaften, stilisierte Gräser und Blüten, das Porträt einer zarten Geisha oder eines grimmigen Samurai, alle sind lebendig, exotisch und wunderschön und eignen sich gleichzeitig als Gebrauchsgegenstand und als Sammelobjekt.