HomeBeiträgeErnährungAdipositas & Übergewicht

Adipositas & Übergewicht

Adipositas & Übergewicht

Adipositas hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und zählt somit zu den zahlenmäßig bedeutsamen Gesundheitsstörungen.

Die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas nimmt in den Industrieländern zu. Inzwischen ist davon auszugehen, dass in Deutschland mehr als 15 Millionen Menschen übergewichtig oder adipös sind.

Je nach Definition sind zwischen 15 bis 20 Prozent der deutschen Kinder übergewichtig. Weitere 5 Prozent sind behandlungsbedürftig adipös.

Laut der aktuellen Nationalen Verzehrs Studie (NVS II), sind zwischen 18 bis 26 Prozent der Bevölkerung adipös, weitere 27 bis 32 Prozent sind übergewichtig.

Die Diagnose Übergewicht betrifft ca. 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche, ca. 800.000 davon sind behandlungsbedüfrtig adipös.

Laut eines aktuellen Kinder- und Jugendsurveys des Robert Koch Instituts (KIGGS) ist etwa jeder Fünfte zwischen 3–17 Jahren übergewichtig, wobei der Anstieg bereits im Grundschulalter beginnt und sich bis zum erreichen der Pubertät fortsetzt.

Dabei ist die Tendenz steigend.

Durchschnittlich ist die Zahl übergewichtiger und adipöser Schulkinder in den letzten Zehn Jahren um jeweils mehr als ein Prozent gestiegen.

In den letzten Jahren haben Experten begonnen von einer regelrechten »Adipositas-Epidemie« zu sprechen.

Das den Folgen von Übergewicht und Adipositas eine große Bedeutung für unser Gesundheitssystem zukommt ist unbestritten.

Die direkten und indirekten Kosten der Gewichtsstörung werden heutzutage auf ca. 20 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt, dass sind ca. 6 bis 8 Prozent des Gesamtbudgets.

Aber auch für die gesamte Gesellschaft hat es Auswirkungen, wenn deren Mitglieder immer dicker werden.

Von Übergewicht betroffene Menschen haben im statistischen Durchschnitt schlechtere Schulabschlüsse, geringere Einkommen und schlechtere berufliche Aufstiegschancen als Normalgewichtige.

Außerdem entstehen durch Übergewicht und Adipositas enorme Ausgaben für das gesellschaftlich finanzierte Gesundheitssystem.

Das derzeitig propagierte Schönheitsideal ist das Gegenteil der gesellschaftlichen Entwicklung. Für die Betroffenen führt dies häufig zu Scham und Selbstwertverlusten.

Ein zu hohes Körpergewicht schränkt außerdem die Lebensqualität der Betroffenen maßgeblich ein.

Eine in der Entwicklung früh einsetzende Gewichtsstörung hat meist eine lebenslange Gewichtsproblematik zur Folge.

Eine frühe Intervention ist daher eine wichtige Maßnahme um etwas gegen Übergewicht und Adipositas zu tun.

Fette

Fette , Fettleibigkeit, ÜbergewichtFett ist der Nährstoff, der die meiste Energie liefert.

Außerdem enthält Fett lebenswichtige Bestandteile und versorgt den Körper mit essenziellen Fettsäuren.

Ohne Fett könnten die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K vom Körper nicht aufgenommen werden.

Darüber hinaus sorgt Fett als Geschmacksträger für den Wohlgeschmack unseres Essens und macht satt.

Doch Fett ist nicht gleich Fett: Fett besteht chemisch gesehen aus Wasserstoff- und Sauerstoffatomen, die an Kohlenstoff gebunden sind.

Abhängig von der Zahl der Wasserstoffatome spricht man von gesättigten, sie enthalten den meisten Wasserstoff, und ungesättigten Fettsäuren.

Gesättigte Fettsäuren sind überwiegend in tierischen Produkten wie Fleisch, Wurst, Käse, Milch, Butter, Eiern aber auch Kokosfett enthalten.

Einfach ungesättigte Fettsäuren stecken in Olivenöl und Rapsöl, Avocados, Hülsenfrüchten und Getreide.

Die wertvollsten Fettsäuren sind die so genannten mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die man in Pflanzenölen wie Walnussöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Distelöl, Maisöl, Nüssen, Pistazien und Sonnenblumenkernen, in Fischen wie Makrelen, Heringen, Sardinen, Lachs findet.

Sie werden als Ausgangssubstanz für einige wichtige Verbindungen, als Baustoffe für Zellen und Nerven sowie als Mittlersubstanz für verschiedene Prozesse im Körper benötigt und können nicht selbst gebildet werden.

Gesundheitsschäden entstehen vor allem durch ein Zuviel an gesättigten Fettsäuren.

Sie wandern als überschüssiges, nicht verbranntes Fett meist direkt in die Depots des Körpers, auf die der Körper bei Mangelzuständen und hohem Energiebedarf zurückgreifen kann.

Allerdings verbraucht der Körper, bevor er auf die Energie der Fettdepots zurückgreift, erst die schneller verwertbare Energie der Kohlenhydrate.

2018-08-31T08:50:51+00:00August 19th, 2018|Categories: Ernährung|