Matcha Tee – Geschichte, Wirkung & Gesund

Matcha Tee – Geschichte, Wirkung & Gesund

Geschichte von Matcha

Tee hat seinen Ursprung in China, wo er schon vor über 5000 Jahren als Heilpflanze bekannt war.

Die spezielle Art der Zubereitung des Matcha, geht wahrscheinlich bis in das 6. Jahrhundert in China zurück.

Wie in der traditionellen chinesischen Medizin üblich, wurden die frischen Teeblätter getrocknet, zu feinen Pulver zermahlen und als Heilmittel verwendet.

Der Mönch Esai, der um das 12. Jahrhundert lebte, brachte 1191 mit dem Zen-Buddhismus auch Samen der Teepflanze sowie Kenntnisse über Anbau, Herstellung und Zubereitung des Tees mit nach Japan.

„Tee hat die außergewöhnliche Fähigkeit, das Leben zu verlängern. Wo immer er angebaut wird, langes Leben wird folgen“, so verkündete Esai.

Seitdem verbreitete sich dort das Trinken des pulverisierten Tees.

Während der Matcha im laufe der Jahrhunderte in China fast in Vergessenheit geriet, wurde dieser in Japan umso mehr verehrt und gepflegt.

Der große japanischen Teemeister Sen no Rikyu entwickelte schließlich im 16. Jahrhundert die japanische Teezeremonie wie sie zu großen Teilen heute in Japan praktiziert wird und seiner Zeit in den Zen-Klöstern durchgeführt wurde.

 

Heute ist Matcha zu einem wichtigen Bestandteil der japanischen Kultur geworden und hat sich inzwischen auch außerhalb der japanischen Teezeremonie in allen Gesellschaftsbereichen etabliert.

In Japan kann man es in allen erdenklichen Formen, beispielsweise als Kaltgetränk oder Süßigkeit, genießen und seit einigen Jahren findet es auch immer größeres Interesse in der restlichen Welt.

Der Anbau von Grüntee (Tencha)

Der für Matcha verwendete Grüntee (Tencha) wird von Teesträuchern gepflückt, die meist vier Wochen vor ihrer Ernte beschattet werden.

Diese spezielle Beschattungstechnik reduziert das Sonnenlicht, welches zu den Blättern gelangt, um etwa 90%.

Die Teepflanze entwickelt fast im Dunkeln, eine besonders intensive Produktion von Chlorophyll, das Teeblatt wird durch diesen Prozess reich an Aminosäuren, im besonderen an L-Theanin.

Dies ergibt auch später den für Matcha typischen, zarten, süßlichen Geschmack.

Zur Ernte werden auch noch heute, die Teeblätter per Hand gepflückt.

Um rund 30 Gramm Matcha-Pulver herzustellen, benötigen die traditionellen Granitsteinmühlen etwa eine Stunde.

 

Matcha Inhaltsstoffe

Matcha enthält die höchste Konzentration an Theanin unter den Tees.

Theanin wirkt ähnlich wie Koffein, nur dass es mit einem langsam steigenden und länger andauernden Energieboost sowohl wach und konzentriert macht als auch eine beruhigende Wirkung auf den Körper ausübt.

Durch seine hohe Anzahl an Antioxidantien wirkt Matcha der Zellalterung im Körper entgegen und unterstützt die Abwehr des Immunsystems.

Zudem fördern diese Antioxidantien den Stoffwechsel und helfen Blutzucker- und Cholesterinwerte zu senken. Zahlreiche Studien sprechen Matcha eine krebsvorbeugende Wirkung zu.

Wirkung von Matcha

Bei herkömmlichem Tee nimmt man einen Extrakt der Teeblätter und damit nur 10 bis 20 % der Inhaltsstoffe zu sich, denn nur ein kleiner Teil der Inhaltsstoffe ist wasserlöslich.

Die Teesorte Matcha wird hingegen zu feinem Pulver vermahlen, sodass beim Trinken das ganze Blatt und damit alle Inhaltsstoffe aufgenommen werden.

Matcha enthält besonders viele Antioxidantien, beispielsweise 137-mal mehr Katechine als herkömmlicher grüner Tee.

 

Catechine fördern die körpereigenen Abwehrkräfte und den Stoffwechsel und helfen, Cholesterin- und Blutzuckerwerte zu senken. Außerdem werden ihnen eine Krebs und Alzheimer vorbeugende Wirkung zugeschrieben.

ORAC (Oxygen Radical Absorbance Capacity) misst das Potenzial von Antioxidantien in Getränken und Lebensmitteln und hier weist Matcha mit 1573 Einheiten den bisher höchsten bekannten Wert an Antioxidantien in einem natürlichen Produkt auf.

Blättert man heutzutage durch Fachliteratur oder recherchiert mehrsprachig im weltweiten Internet, so ist Krebs in Verbindung mit Grüntee nicht nur das am meisten diskutierte Thema, es wird gleichzeitig auch sehr kontrovers und mit viel Emotion debattiert.

Die Stichwortsuche in der „Bibel der klassischen Medizin“, der National Library of Medicine ergibt bereits über 1650 veröffentlichte Studien und wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema.

Eines kann man bereits ohne Vorbehalte vorwegnehmen: In der Krebsprävention, also in der Vorbeugung einer Krebskrankheit hat Grüntee bereits einen sehr beachtlichen Ruf und es überrascht auch nicht sonderlich, wenn man die zahlreichen Wirkstoffe im Matcha und deren Effekte im Zusammenhang betrachtet.

Eine gesunde Ernährung bildet die Voraussetzung für die Erhaltung aller Körperfunktionen.

Matcha enthält ein ganzes Orchester an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen und kann aufgrund der Darreichungsform in hoher Konzentration sehr leicht und ohne Anstrengung dem Körper zugeführt werden.

Allein deshalb sollte man Matcha in seinen täglichen Ernährungsplan mit aufnehmen.

 

Entscheidend ist dabei gar nicht so sehr die Dosis, sondern vielmehr die Kontinuität der Einnahme, es verhält sich genau so wie beim Zähne putzen.

Es gibt, wie eingangs in diesem Kapitel erwähnt, eine unglaubliche Anzahl von wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema Grüntee und Krebs.

Bereits im Jahre 2004 entdeckten Wissenschaftler in Japan, dass das im Grüntee in hoher Konzentration befindliche EGCG krebshemmende Fähigkeiten besitzt, indem es gezielt an einen Rezeptor der Tumorzelle andockt und diese am Wachstum hindert.

Dies geschieht bereits bei einer relativ geringen, täglichen Dosis.

Die Studienlage zeigt auch, dass vor allem sehr gute Erfahrungen mit Grüntee bei hormonbedingten Krebserkrankungen wie Brustkrebs oder Prostatakrebs  vorliegen.

Neben dem „Wunderstoff“ EGCG sorgen auch die Flavonoide im Grüntee für mittlerweile nachgewiesene krebshemmende Wirkungen.

Ähnlich wie das EGCG beeinflusst diese Art von Antioxidantien diverse Signalkaskaden an der Zelle und hemmt so das Tumorwachstum.

 

Der Umfang der weltweit publizierten Studien nimmt täglich zu- auch ein Indiz dafür, wie interessant und vielversprechend die Wirkpotentiale der Inhaltsstoffe im klassischen Grüntee und Matcha mit einer Vielzahl von Krebserkrankungen in Verbindung gebracht werden.