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Teezeremonie Utensilien & Geschichten

Teezeremonie Utensilien & Geschichten

Es gibt drei Formen der japanischen Teezeremonie 1. die formellste shin 2. die semi-formale gyou 3. die informelle sou.

Alle verwendeten Teeutensilien und Dekorationen werden vom Zeremonienmeister getreu der Form verändert.

Die Anordnung der verschieden Utensilien werden selbstverständlich so positioniert, dass der Meister die Zeremonie leicht und ohne Komplikationen durchführen kann.

In vielen Fällen der formalen Teezeremonie verwendet der Meister einen daisu, ein kleines Regal für die Werkzeuge der Zeremonie.

Zu den zentralen Utensilien einer Teezeremonie gehören unter anderem der Teebesen chasen, der Teelöffel chashaku, die Abgussschale mizukoboshi, der Wasserbehälter mizusashi, die Matcha Schale chawan, der Teebehälter natsume, eine Wasserschöpfkelle hishaku sowie ein kleines Tuch oder Serviette chakin. 

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Die Abläufe der Zeremonie sind dem wabi unterworfen, ein ästhetisches Ideal, welches Schönheit und eine tiefe Bedeutung findet, in dem was ist, bescheiden oder alltäglich, in natürlicher oder ungekünstelter Form und Farbe.

Wabi leitet sich aus dem Verb wabu was so viel wie „schmachten“ bedeutet und dem Adjektiv wabishi welches für „geistige Einsamkeit“ steht ab.

Wabi selbst wurde erstmals in der Kunst der Dichtung verwendet, um die Verzweiflung eines verlorenen Geliebten zu beschreiben.

Unter dem buddhistischen Einfluss des Zen änderten sich die ursprünglichen negativen Verbindungen des wabi zu einer positiven Sicht von der weltlichen Abgeschiedenheit.

In einer Vielzahl der frühen mittelalterlichen Literatur findet man die Wabi Ästehtik einer ungekünstelten Schönheit auf Grundlage von Anerkennung der Aspekte einer unregelmäßiger und unvollkommener Natur.

Eine Ästhetik, die Reichtum in Armut, Schönheit in der Schlichtheit und Erleuchtung in der künstlerischen Disziplin bezeichnet. Die Integration des Wabi in die traditionelle Teezeremonie wurde durch Sen no Rikyū entwickelt.

Er förderte die Nutzung des kleinstmöglichen Raumes der Teestube in einer Strohhütte, Rikyu entwickelte einfache,rustikale Teeschalen wie die rakuyaki und die schmucklosen, einfachen Formen der Bambus Blumenkästen und anderer Zeremonie-Utensilien.

Aus Rikyus Sicht und aus Sicht des Zen sollten die Teilnehmer seiner Teezeremonie teilhaben an einer Erfahrung, welche die Freiheit aus dem Geiste sucht.

Wabi im Extremen gokuwabi erreichte im 16.Jahrhundert die höchste Stufe und wurde von mehreren Teemeistern und Rikyus Enkel Sen Soutan praktiziert.

Die Einflüsse der Wabi-Ästhetik in Keramik, Architektur und anderer Künste sind direkt mit der traditionellen japanischen Teezeremonie verbunden.

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Auch hatte Wabi große Einflüsse auf die zeitgenössische Malerei vor allem im späten 15. und 16.Jahrhundert auf die Tuschmalerei suibokuga umgangssprachlich Sumi-e.

Die Sumi-e Malerei wird in dunklen oder hellen Farbtönen auf Papier oder Seide aufgebracht und teilt verschiedenste Merkmale mit der typischen japanischen Kalligraphie.

Auch die eingangs erwähnten Noten der Förmlichkeit der vollzogenen Teezeremonie shin formal; gyou semi-formal; und sou ungezwungen stammen aus den drei Arten der Kalligraphie.

Utensilien der japanischen Teezeremonie

Teezermonie utensilien teehausZu den verschieden Formen einer japanischen Teezeremonie gehören 1. shin die formellste 2. gyou die semi-formale sowie 3. sou die informelle.

Die für die unterschiedlichen Arten der Teezeremonie verwendeten Utensilien unterscheiden sich physisch als auch in Anordnung und Verwendung. Um für den Teemeister eine reibungslose Zeremonie zu gewährleisten, werden die verschiedenen Werkzeuge entsprechend positioniert.

Üblicherweise und in den meisten Fälle einer formalen Teezeremonie in einem Daisu. Ein Daisu ist ein etwa 60 cm hohes und 30 cm breites Regal in welchem ausschließlich die für die Zeremonie verwendetet Utensilien verbracht werden. Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Utensilien für die japanische Teezeremonie:

Cha-ire: Die Cha-ire ist eine Teedose zur Aufbewahrung des Koi-Cha.

Chakin: Eine aus Leinen verwendetes etwa 30 cm großes Tuch zum säubern der Matcha-Schale oder der Außenseite der Natsume ( Teedose ).

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Chanoyugama: Ein aus Gusseisen bestehender Wasserkessel zum kochen des für die Teezeremonie benötigten Wassers. Für die japanische Teezeremonie das wichtigste Element. Wahrscheinlich geht die Verwendung des Chanoyugama bis in das frühe 11.Jahrhundert zurück.

Chasen: Der Chasen ist etwa ein10 cm langer aus bambus hergestellter Schneebesen zum Aufschlagen von Matcha. Er ist herkömmlicher Weise mit 80 feinen Gliedern ausgestattet, jedoch können es auch 120 Glieder sein.

Chashaku: Ein Teelöffel zum dosieren des Grüntee-Pulvers. Ursprünglich wurde der Chashaku in der Medizin verwendet und aus Elfenbein hergestellt. Erst Mitte des 17. Jahrhundert bevorzugten die Teemeister in Japan einen Chashaku hergestellt aus Bambus. Der Teelöffel misst etwa 20 cm Länge, 1 cm Breite und ist an der Spitze gebogen um das Matcha-Pulver gut aufnehmen zu können.

Chawan: Chawan ist genau genommen lediglich ein ursprünglicher Begriff für Keramikwaren, welcher auch Reisschalen bezeichnet. In der japanischen Teezeremonie werden jedoch ausschließlich aus Japan stammende Teeschalen als Chawan bezeichnet.

Fukin: Ein Hanftuch um die Chawan ( Matchaschale ) nach dem servieren zu säubern.

Fukusa: Ein Seidentuch um die rituellen Zeremonie-Utensilien wie zum Beispiel die Natsume oder Chashaku vor dem Gebrauch zu reinigen. Das Fukusa wird auch von den Gästen genutzt um die wertvollen Teegräte beim inspizieren zu schützen. Für Männer und Frauen werden Fukusa in verschiedenen Farben verwendet. Für Männer sind Fukusa in der Regel lila und für Frauen meist rot oder orange. Je nach Schwierigkeitsgrad der Zeremonie, Alter der Gäste oder Abläufe der verschiedenen Schulen werden unterschiedliche Farben des Fukusa genutzt.

Hibachi: Eine Feuerschale und als Utensil im Hinterzimmer des Teehauses platziert.

Hishaku: Eine ebenfalls aus Bambus hergestellte Wasserschöpfkelle mit langem Griff, zum befüllen des Wasserkessels oder der Matchaschale.

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Kensui: Ist ein Abwasserbehälter oder eine Abwasserschale, in diese wird das Wasser während der Zeremonie gegeben, welches zum spülen der Matchaschale ( Chawan ) benutzt wurde. Ein Kensui kann je nach Vorlieben des Zeremonie-Meisters entweder aus Metall, Ton oder schlicht aus Holz sein.

Kobukusa: Ein quadratisches 6 Zoll großes, gemustertes Seidentuch, welches alle Beteiligten der Zeremonie tragen sollten. Gäste, die einen Kimono tragen, bewahren das Kobukusa in der Brust des Kimono auf. Verwendet wird dieses Tuch um die Utensilien während der Beschau zu schützen. Am besten wird ein Kobukusa mit Motiven im Einklang mit dem Thema der Teezermonie oder Jahreszeit verwendet.

Mizusashi: Ein Behälter für Frischwasser um den Teekessel zu befüllen.

Natsume: Eine Teedose zum Aufbewahren von Matcha-Tee.

Ro: Ein versunkene Feuerstelle, die von einem Kastenartigen Rahmen umgeben ist. Die Ro Feuerstelle wird nur wenn es kalt ist im Herbst oder Winter verwendet. Sie bietet ein wohliges Bild von Wärme während der kalten und feuchten Jahreszeit.

Shifuku: Eine aus sehr hochwertiger Seide gefertigte Tasche mit Kordel. In dieser Tasche wird normalerweise die teedose für den Koi-Cha ( Cha-ire ) aufbewahrt. Die Shifuku zählt zu einem sehr wertvollen Element der japanischen Teezeremonie und kann ausschließlich vom Ehrengast am Ende der zeremonie in Augenschein genommen werden.

Yakan: Ein Wasserkrug der zum befüllen des Mizusashi gebraucht wird. Strenge Abläufe und ganz bestimmte Handgriffe bestimmen auch beim benutzen des Yakan das Bild der Teezeremonie. So wird der Yakan lediglich mit der linken Hand vor dem Körper auf Höhe des Bauches getragen. Mit der rechten Hand wird das Chakin unter den Auslauf gehalten während der Mizusashi gefüllt wird.

2018-08-20T09:48:30+00:00Januar 13th, 2018|Categories: Teezeremonie|