Matcha – Zubereitung, Rezepte & Veredelung

Matcha – Zubereitung

Die Zubereitung des Matcha Tees ist nicht zu vergleichen mit dem Aufbrühen eines „normalen“ Teegetränks. Zunächst einmal benötigt man eine so genannte Matcha-Schale, die „Matchawan“.

Des Weiteren werden ein Matcha-Besen – der „Chasen“ – und ein Bambuslöffel – der „Chashaku“ – benötigt.

Dieser Grüntee wird in Japan seit vielen hundert Jahren mit einer ganz speziellen Zeremonie genossen, die auch bei den deutschen Fans gut angenommen wurde.

Das Zubereiten des Tees gehört zu dieser Zeremonie unweigerlich dazu.

Im ersten Schritt wird der Bambusbesen in die Matcha-Schale gelegt und anschließend heißes Wasser in die Schale gegossen. Hierdurch sollen Schale und Besen vorgewärmt werden.

Außerdem muss der Besen zwischen 10 und 20 Minuten lang eingeweicht werden, um den Tee anschließend so gut wie möglich „bearbeiten“ zu können.

Nach spätestens 20 Minuten muss das Wasser ausgeschüttet werden, ehe das Grüntee-Pulver in die Schale gegeben wird.

Etwa zwei Bambuslöffel voll (ca. 2 g) reichen aus, um die perfekte Aromen-Vielfalt zu erzielen.

Viele Erst-Anwender gehen davon aus, dass 2 Gramm Tee deutlich zu wenig sind. Dem ist jedoch nicht so, denn das Pulver ist wesentlich höher dosiert als es bei herkömmlichen Tee-Präparaten der Fall ist.

 

Sofern der persönliche Geschmack etwas mehr oder weniger Pulver bevorzugt, kann die Menge selbstverständlich den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.

Auf den ersten Blick wird die intensive Farbe auffallen, die das „Markenzeichen“ des Tees ist. Außerdem riecht der Tee wunderbar erfrischend.

Der Matcha Tee kann unter Umständen etwas klumpen. In einem solchen Fall sollte zunächst sehr wenig kaltes Wasser dazugegeben und mit dem Besen cremig geschlagen werden.

Erst danach kann das heiße Wasser übergegossen werden. Würde das heiße Wasser unmittelbar angewendet, würden die Klümpchen sich nicht auflösen, was dem Teegenuss schadet.

Um den Tee zu brühen, sollte das Wasser eine Temperatur aufweisen, die zwischen 80 und 90° C liegt. 60 bis 70 ml Wasser reichen vollkommen aus, um ein leckeres Heißgetränk zu zaubern.

Erst nach dem Hinzufügen des Wassers unternimmt man den Schritt, der den Matcha Tee einzigartig macht. Dazu wird der Besen benötigt, der am Griff festgehalten wird. Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger sollten den Griff umschließen.

Rechtshänder halten den Chasen in der rechten, Linkshänder in der linken Hand. Um zu garantieren, dass die Schale beim Rühren nicht verrutschen kann, sollte diese mit der freien Hand gehalten werden. Wer den Tee im Sitzen nicht so gut aufgeschlagen bekommt, kann sich hierzu selbstverständlich hinstellen.

Durch schnelle Rührbewegungen wird der Tee nun aufgeschlagen.

Wichtig:
Der Besen darf nicht den Schalenboden berühren und sollte in der Form eines „M“ geführt werden, um das beste Ergebnis zu erzielen.

Wer das Aufschlagen des Tees als lästig empfindet, der sollte es als positive Herausforderung ansehen, denn das Vorbereiten gehört ebenso zur Tradition, wie das anschließende Genießen des beliebten Getränks.

Dies herauszufinden ist nicht schwer. Sobald der Matcha eine üppige Schaumschicht aufweist, die mit Bläschen versehen ist, kann er genossen werden.

Der leckere Matcha-Tee kommt besonders gut zur Geltung, wenn er gemeinsam mit etwas Süßem verzehrt wird. Auch dies gehört durchaus zu dem in Japan beliebten Ritual.

Matcha Rezepte

Matcha RezepteMatcha kann nicht nur heiß, sondern auch als Kaltgetränk genossen werden.

Aufgrund seiner positiven Auswirkungen auf den gesamten Körper wird der kalte Matcha Tee vor allem für Sportler empfohlen.

Das enthaltene EGCG-Catechin trägt dazu bei, einem Muskelkater vorzubeugen. Zum einen wird der Muskelaufbau durch diesen Inhaltsstoff gefördert, zum anderen werden Muskelfasern geschützt.

Generell profitieren von einem guten Grüntee wie Matcha nicht nur Sportler, sondern alle Personen, die ihn trinken. Schließlich macht er munter, fit und trägt zu einer guten Konzentrationsfähigkeit bei.

Der optimale Shake für den Sport

Wer Matcha als kaltes Sportgetränk genießen möchte, kann den Tee als Shake zubereiten.

In Kombination mit Sojamilch bietet er beispielsweise weitere wichtige Eiweißbausteine für den Sportler. Daher sollte der Matcha Tee bereits vor dem Sport getrunken werden.

 

Generell ist dieser Grüntee als Shake sehr beliebt, und zwar nicht nur durch seine erfrischende Farbe.

Die vitalisierende Wirkung und der tolle Geschmack kommen bei den Konsumenten an, sodass auch immer mehr Deutsche sich dem Matcha Tee verschrieben haben.

Rezept für einen frischen Shake

Zutaten:

  • 2 – 4 Bambuslöffel Matcha
  • 100ml Sojamilch
  • 2 – 3 TL Kokosraspeln
  • ½ Zitrone
  • 1 Hand voll Cranberries

Zubereitung:
Die Zitrone entsaften. Den Saft mit Fruchtfleisch gemeinsam mit den anderen Zutaten in einen Mixer füllen und kräftig mixen. Schon nach wenigen Sekunden kann der perfekte Shake – ein Power Kaltgetränk für alle Sportler – serviert werden.

Weitere Kaltgetränke mit Matcha Tee

Viele gesundheitsbewusste Menschen schwören darauf, den Matcha Tee statt mit Sojamilch mit Mandelmilch zuzubereiten.

Dies gibt einen besonders „runden“ Geschmack, da die Mandelmilch optimal mit dem Aroma des Matcha harmoniert.

Außerdem sagt man der Mandelmilch ebenfalls eine sehr gesundheitsfördernde Wirkung nach, so dass sich diese beiden Zutaten sehr gut ergänzen.

Rezept für Matcha Shake mit Mandelmilch

Zutaten:

  • 250 ml Mandelmilch
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 1 TL Matcha Tee
  • 1 Msp. Bourbon Vanille
  • Nach Wunsch: 1 Hand voll Cranberries, Heidelbeeren etc. oder 1 Banane

Zubereitung:
Alle Zutaten in einen Mixer geben. Den Mixer zunächst ca. 30 Sekunden auf niedriger Stufe laufen lassen, dann für 10 Sekunden auf der höchsten Stufe.

Wem die Mandelmilch noch nicht nussig genug ist, der kann dem Shake auch noch Hasel- oder Walnüsse hinzufügen. Es empfiehlt sich, von diesem Shake gleich eine größere Menge zuzubereiten, der Rest hält sich für 2-3 Tage im Kühlschrank. Zur Aufbewahrung sollte ein verschlossenes Gefäß verwendet werden, z. B. ein Krug mit Deckel.

 

Matcha Teeveredelung

Matcha TeeveredelungMatcha Tee liegt derzeit voll im Trend.

Der intensiv grüne Tee kommt aus Japan. Er weckt am Morgen die Lebensgeister und gilt als Superfood mit einem top Orac Wert (Oxygen Radical Absobance Capacity/ die Kapazität freie Sauerstoffradikal zu absorbieren) von 157.300 pro 100 Gramm Teepulver.

Dunkle Schokolade hat beispielsweise einen ORAC-Wert von 22.700 und der ORAC-Wert eines Granatapfels entspricht 10.000. TE auf 100 Gramm.

Diese Lebensmittel verlangsamen die Hautalterung und Matcha Tee steht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen dabei an der Spitze.

Was ist Matcha Tee?
Die Teepflanze kommt ursprünglich aus China, wo sie seit Jahrtausenden als Heilpflanze genutzt wird. Erst im 12. Jahrhundert gelangte das Teepulver und das damit verbundene Wissen nach Japan.

Bereits im 16. Jahrhundert wurde es für die Tee-Zeremonie genutzt.

Wie wird der Tee hergestellt?
Der Teestrauch ist immergrün. Die Teeplantagen mit Matcha-Pflanzen werden mit Netzen beschattet.

Dadurch reichern sich die Blätter mit bestimmten Inhaltsstoffen an, die den Tee so wertvoll machen.

Für die Gewinnung des Teepulvers werden entweder nur die Blattspitzen oder die ganzen Blätter verwendet. Sie werden mit Wasserdampf behandelt und danach schonend getrocknet.

Einige Blätter werden zu Pulver vermahlen, andere wiederum im Ganzen getrocknet. Je leuchtender die grüne Farbe ist, umso frischer ist der Tee, denn bei langer Lagerzeit bleicht die grüne Farbe aus.

Die Inhaltsstoffe
Eine Tasse Matcha Tee enthält 30 mg Teein. Der mit Koffein vergleichbare Stoff macht wach, fördert die Konzentration und sorgt für eine positive Stimmung.

Das Teein ist milder als Koffein und wird erst im Darm freigesetzt. Theanin ist in vielen Schattentees und auch in Macha Tee zu finden. Es macht munter und regt an.

Experten vermuten in Theanin eine Vorsorgemöglichkeit vor Krankheiten wie Schlaganfällen, Parkinson und Alzheimer. Tannin wirkt desinfizierend und beruhigt einen gereizten Magen.

Eine Tasse Matcha Tee enthält zudem 4,2 mg Calcium, Eisen Kalium und die Vitamine B1, B2, C und Karotin.

Die gesundheitsfördernde Wirkung
Matcha Tee enthält viele Catechine.

Fast die Hälfte der Blätter besteht daraus. Catechine sind Antioxidantien. Sie hemmen die Hautalterung, schützen vor den schädlichen Wirkungen von UV-Stahlen und mindern die Bildung von Gefäß-Plaques, die Arteriosklerose verursachen können. Zu den Catechinen zählt das Epigallocatechin.

Es wird zur Prävention bei Krebserkrankungen genutzt. Je länger der grüne Tee getrunken wird, umso ausgeprägter entfalten sich die Inhaltsstoffe.

Wie schmeckt der Tee? 
Der Geschmack ist nicht so intensiv wie bei Grünem Tee, aber dennoch herb. Er variiert von fruchtig bis nussig und ist sehr aromatisch.

Zubereitung
Das Matcha Pulver ist in Blechdosen oder Schraubgläsern erhältlich.

Für die traditionelle Zubereitungsart sind eine Schale, eine Bambuslöffel und ein Bambusbesen notwendig. Zwei Löffelchen Matcha Pulver werden mit etwas kaltem Wasser und dem Bambusbesen zu einer dünnflüssigen cremigen Paste verrührt. Nun kommen 70 ml rund 80 Grad heißes Wasser dazu.

Das Getränk wird mit dem Bambusbesen schaumig geschlagen. Fertig ist der traditionelle Tee. Wenn Sie nicht mit einem Bambus Equipment ausgestattet sind, dann tut es ein Kaffeelöffel (hier eine gehäufte Spitze Pulver verwenden) und ein Schneebesen oder ein Milchaufschäumer.

Die dünnflüssige Matchapaste lässt sich mit Kuhmilch oder Sojamilch aufgießen und ist in Verbindung mit Zimt und Eiswürfeln ein leckerer Shake.

Selbstverständlich ist der Matcha Tee nicht die einzige Teesorte, die als qualitativ hochwertig und von besonderem Aroma bezeichnet werden kann.

Trotzdem gilt Matcha Tee heute sozusagen als eine Art Edel-Tee, dessen Genuss allerdings ein recht teures Vergnügen ist.

Angesichts dieser Tatsachen ist es verständlich, dass findige Teehersteller dazu übergegangen sind, nicht nur reinen Matcha Tee anzubieten, sondern diesen auch zum Aufwerten von diversen Blättertees zu verwenden.

Das bedeutet also:
Es handelt sich hierbei um traditionelle Teesorten, die nicht zermahlen sind und nach der ursprünglichen Methode (durch Übergießen mit heißem Wasser) zubereitet werden.

Um diese Tees in ihrem Geschmack noch feiner zu machen, wird ihnen Matcha Teepulver hinzugefügt. Die Veredelung von Blatttees durch die Zugabe von Matcha Tee ist nicht etwa eine Erfindung unserer Zeit, mit der der Hersteller etwas von Glanz und Gloria des Matcha Tees auf andere Teesorten übertragen möchte.

Im Gegenteil:
Schon früh verwendete man Matcha Teepulver, um Blättertees damit zu veredeln. Traditionell wird hierfür die klassische Matcha Teesorte Tencha verwendet, aber auch die Sorten Kukicha und Genmaicha kommen in diesem Zusammenhang häufig zum Einsatz.

Das Endprodukt, welches aus dieser Zubereitungsart entsteht, wird in Japan zum Beispiel Matcha-iri Sencha genannt.

Es handelt sich hierbei um Sencha-Teeblätter, denen eine geringe Menge an Matcha Teepulver beigefügt wird, womit ein intensiveres Aroma entstehen soll.

In der Tasse zeichnet sich diese Teesorte dann durch eine intensivere Farbe und ein feineres Aroma aus, verglichen mit der Zubereitung von Sencha Tee in Blätterform.

Darüber hinaus erfand man im Laufe der Jahrhunderte noch viele weitere Mischsorten aus Blätter- oder Stängeltees, denen Matcha zugegeben wird. So zum Beispiel beim Matcha-iri Kukicha.

Hierbei wird der traditionelle japanische Stängeltee namens Kukicha mit etwas Matcha Teepulver vermengt, woraus ein Tee von dunkelgrüner Farbe und intensivem, süßlichen Geschmack entsteht.

Sogar aus geröstetem Reis wird mittlerweile Tee hergestellt, der mit Matcha Pulver ergänzt und somit in seinem Geschmack verfeinert wird.

Man spricht hierbei vom Matcha-iri Genmaicha, der eine Mischung aus besagtem Reis, Sencha Teeblättern und etwas Matcha Teepulver darstellt.

Auch in der westlichen Industrie verwendet man heute oftmals Matcha Tee, um andere Teesorten damit zu verfeinern.

Nicht immer kommt dabei ein fertiges Getränk heraus, das in seinem Aroma und Geschmack wirklich stimmig ist, teilweise verwenden die Hersteller die Matcha Zugabe auch nur, um einem günstigen Endprodukt etwas mehr Exklusivität zu verleihen und dieses zu einem höheren Preis verkaufen zu können.

Echte Liebhaber von Matcha Tee werden die mit Matcha veredelten Blatttees jedoch nicht bevorzugen, sondern weiterhin auf die traditionelle Verwendung setzen.

Schließlich hat man es bereits vor Hunderten von Jahren so gemacht, und daran wird sich wohl auch in naher Zukunft kaum etwas ändern.

Für viele europäische Teetrinker ist jedoch die Mischung aus Blatt- und Matcha Tee eine gute Alternative, wenn sie sich nicht zu weit vom üblichen Teegenuss und der entsprechenden Zubereitung entfernen wollen.